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Amt oder Eigenbetrieb: Bauhöfe sind zentrale Service-Einheit

Zukunft der kommunalen Bauhöfe

Zukunft der Bauhöfe ver.di Zukunft der Bauhöfe

Bauhöfe können effektiv arbeiten - ob als Eigenbetrieb oder als Amt. Bauhöfe erledigen Aufgaben der Daseinsvorsorge. Und mehr noch: Bauhöfe bringen Geld in die Kassen der Kommune – Geld, mit dem Busse und Bahnen, Kindertagesstätten, Stadtbüchereien und Stadtteiltreffs bezuschusst werden. Das hat das ver.di-Projekt „Zukunft der kommunalen Bauhöfe“ gezeigt.

Bauhöfe haben sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Längst gehören nicht nur Straßenreinigung, Winterdienst und Werkstatt in diesen Bereich. Vielerorts wurde umstrukturiert – teilweise kam auch die Grünpflege unter das Dach der Bauhöfe, teilweise die Abfallwirtschaft oder der komplette Tief- und auch der Hochbau. Auch das ist ein Ergebnis des ver.di-Projektes „Zukunft der kommunalen
Bauhöfe“.

Jeder Bauhof ist anders. Und dennoch haben sie Gemeinsamkeiten: Sie stehen unter dem Druck, wirtschaftlicher zu arbeiten. Dass sie effektiv arbeiten können, zeigen sie tagaus, tagein. Sie bieten den Privaten Paroli und strafen alle Lügen, die immer wieder behaupten, Private könnten kommunale Leistungen besser und billiger erledigen. Das Gegenteil ist der Fall: Kommunale Bauhöfe können bei den Kosten mit den Privaten konkurrieren und vor allem, sie sind besser. Vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen stimmen: Die Technik
muss auf dem neuesten Stand, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen motiviert sein. Und die Strukturen müssen mit den Beschäftigten entwickelt werden und nicht gegen sie.

Bauhöfe sind eine zentrale Service-Einheit der Kommune. Sie sind die schnelle Eingreiftruppe, wenn zum Beispiel ein Sturm Äste von den Bäumen fegt. Sie sind zur Stelle, wenn es darum geht, nach einem Stadtfest den Platz wieder auf Vordermann zu bringen. Doch – auch das wurde durch das ver.di-Projekt „Zukunft der kommunalen Bauhöfe“ deutlich – in der Verwaltung, in der Politik, bei den Bürgerinnen
und Bürgern wird diese Rolle der Bauhöfe oft nicht wahrgenommen.

Unser Ziel ist es, die Arbeit der Bauhöfe als kommunale Dienstleistung zu erhalten. Im Interesse der Beschäftigten, aber auch im Interesse der Bürgerinnen und Bürger. Denn ob sie Müll sammeln, Parks pflegen, Straßen reinigen oder Spielplätze in Schuss halten – die Beschäftigten der Bauhöfe sorgen dafür, dass Aufgaben der Daseinsvorsorge wahrgenommen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Bauhöfe als Amt organisiert sind oder als Eigenbetrieb. Es muss künftig auch darum gehen, die Bedeutung der Arbeit, die die Beschäftigten der Bauhöfe tagaus, tagein erledigen, noch mehr ins Bewusstsein der Politik, der Verwaltung und vor allem der Bürgerinnen
und Bürger zu rücken. Hier sind auch die Personalräte gefragt. ver.di will dabei Hilfestellung geben. Denn je mehr Bürgerinnen und Bürger hinter ihren Bauhöfen, hinter ihren Service-Einrichtungen stehen, desto schwerer ist es für die Politik, auf Privatisierung zu setzen.

Die Broschüre zum Projekt "Zukunft der Bauhöfe" kann hier heruntergeladen werden.